199 Stadtquartier ehemalige Bayernkaserne

Die Stadt und das Quartier
Das Quartier wird durch den zentralen Park, dem nordwestlichen Quartiersentree und dem östlichen Quartierszentrum geprägt. Die beiden Plätze werden durch eine gewerblich genutzte Ost-West-Achse miteinander verbunden. Im Süden des Parks verläuft ein überbreiter, stark begrünter Straßenraum, der die im Osten und Westen benachbarten Quartiere miteinander verbindet.

Typologie und Vielfalt
Das Quartier wird von einer Blockstruktur geprägt, welche sich in ihre unterschiedlichen Parzellen auflöst. Somit ergeben sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die einzelnen Häuser in einem Block.

Die Qualität des Baumbestandes
Die Positionierung der Gebäude ermöglicht den Erhalt von 85% der erhaltenswerten Bäume im Quartier. Besonders der Baumbestand entlang der ehemaligen Ausbildungswiese und des Exerzierplatzes kann vollständig gewahrt werden und wird zum wesentlichen Bestandteil des neuen Parks. Entfernte Bäume werden durch Neupflanzungen ersetzt.

Plätze und Nutzungen
Einzelhandelsflächen an den beiden Quartiersplätzen gewährleisten die Nahversorgung im Quartier. Entsprechend des Wunsches der Branddirektion München wird die Feuerwehr im Nordwesten des Grundstücks angelagert.

Die sozialen und kulturellen Einrichtungen
In der Nordost-Ecke des Quartiers befindet sich ein kombinierter Schulstandort mit Grundschule und Gymnasium. Über das gesamte Planungsgebiet liegen die Kindertagesstätten mit den benötigten Freibereichen gleichmäßig verteilt. Weitere soziale Einrichtungen, wie die vollstationäre Pflegeeinrichtung oder das Familien- und Beratungszentrum, befinden sich am zentralen Quartiersplatz. An der süd-westlichen Ecke des Quartiersparks wird ein optionaler Standort für eine weitere Grundschule vorgesehen. Auf dem zentralen Quartiersplatz befinden sich kulturelle Einrichtungen, wie die Stadtteilbibliothek und das Servicezentrum.

Quartier- und Wohnstraßen
Der Verkehr wird von der Heidemannstraße kommend ringförmig auf der Sammelstraße durch das Quartier geführt. Von hier aus werden mittels Wohnstraßen die einzelnen Blocks allseitig umfahren und erschlossen. Innerhalb des dafür vorgesehenen Korridors verläuft die Trasse der Trambahnlinie 23 in Nord-Süd-Richtung durch das Quartier mit Haltestellen am Quartiersplatz sowie am Quartiersentree an der Heidemannstraße.

Die Verbindung mit den Nachbarquartieren
Über die Fahrradverbindung kommend von der Kollwitzstraße durch das Quartier Richtung geplanter Wegeverbindung südlich des ehemaligen Bundesbahn-Ausbesserungswerkes Freimann werden die Isarauen im Osten mit dem Aussiger Platz im Westen verknüpft. In Nord-Süd-Richtung stellen Fuß- und Fahrradwege durch das Planungsgebiet eine Verbindung der Innenstadt Münchens mit der Fröttmaninger Heide im Norden dar.

Die Höhen im Quartier
Die Regelhöhe der Gebäude der neuen Wohnhöfe liegt bei 5 Geschossen. Dort, wo sich die Gebäude zu den öffentlichen Flächen des Parks, des Quartiersplatzes und des Quartiersentrees orientieren werden 6 Geschosse eingeführt. Die beiden Zufahrten von der Heidemannstraße werden durch 8-geschossige Gebäude markiert.

  • Klient:

    Landeshauptstadt München
    vertreten durch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung

  • Ort:

    München - Freimann

  • Planungszeitraum:

    2013

  • Anzahl Wohneinheiten:

    ca. 7.000

  • Planungsgebiet:

    48,2 ha

  • Team:

    Partner
    Dietrich Fink, Thomas Jocher
    Projektteam
    Raissa Axmann, Ivan Grafl, Michael Maier, Carolin Riede, Ralf Günter Voss

  • Fachplanungen:

    Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich (Freianlagenplanung)

  • Verfahren:

    Begrenzt offener städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb

Wettbewerbspläne

Projekte

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