Der Entwurf entwickelt sich aus der Eigenheit seiner Lage zwischen der Günzburger Altstadt, der Ulmer Straße und der St. Martinskirche. Zwei neue, viergeschossige Häuser bilden zusammen mit den bestehenden Häusern einen ruhigen Wohnhof, der den Bewohnerinnen und Bewohnern einen geschützten kollektiven Ort des Aufenthalts bietet. Nach außen verhalten sich die Häuser straßenraumbildend. Zwei kleine Platzsituationen an den Gebäudefugen markieren die Eingangssituationen und adressieren die Eingänge in die Häuser.
Die Häuser selbst thematisieren soziale Qualitäten des Zusammenlebens und -wirkens bei einer radikalen Reduktion auf eine serielle und kosteneffiziente Bauweise. Sie folgen den Prinzipien des einfachen, robusten und ressourcenschonenden Bauens. Die kompakten Baukörper sind als Holz-Hybrid-Konstruktion mit hohen Präfabrikationsanteilen geplant. So werden Materialeinsatz, Bauzeiten und Emissionen reduziert, Rückbaubarkeit gewährleistet und Kreislauffähigkeit gesichert. Auf eine Unterkellerung wird aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet. Aus Gründen des Hochwasserschutzes bleiben die Erdgeschosse Fahrrädern, Autos und gemeinschaftlichen Nutzungen vorbehalten.
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Klient:
Katholischer Pfründestiftungsverbund St. Ulrich
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts -
Ort:
Günzburg
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Planungszeitraum:
2025
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Geschoßfläche:
2.970 m2
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Team:
Partner:
Dietrich Fink, Ulrich Binder, Lukas Brecheler (Assoziierter)
Projektteam:
Franka Wolf (Projektleitung), Linus Baumhove, Lea Kaffenberger, Constanze Geißler, Mafalda Marques Neves -
Fachplanungen:
Hinnenthal Landschaftsarchitekten, München (Freianlagenplanung)
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Verfahren:
Mehrfachbeauftragung